Eine neue Sicht auf meine Umgebung...

geschrieben von Christa Schäffer


Perspektivenwechsel

Wie sieht die Welt aus, wenn ich meine bekannte Position verlasse und mir eine andere, vielleicht vollkommen neue Blickrichtung erlaube? Hin und wieder bewusst meinen Platz wechsle? Spielerisch verrückte Ideen ausprobiere? Auch mal alle bisherigen Gedanken so richtig auf den Kopf stelle? 


"Dann urteilst Du nicht mehr achtlos über das Verhalten anderer, sondern erkennst, dass zum Beispiel Arroganz viel mit Unsicherheit zu tun haben kann."

Inspiriert durch diesen Satz heute früh in meinem Wochenkalender habe ich mir einige Gedanken zur Wahrnehmung meiner Umgebung gemacht. Gibt es da außer dem Schwarz-Weiß-Bild, das ich mir gelegentlich von meinem Gegenüber mache, auch Farben, fließende Übergänge, Schattierungen?

 


Oft macht es ja sogar viel Spaß, mal den Hut eines anderen Menschen aufzusetzen. Die indianische Weisheit "Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist"  finde ich sehr treffend. Gerade auch in Beziehungen hat für mich die Fähigkeit, sich in Gefühle hineinversetzen zu können, eine wichtige Bedeutung. Erst dann kann ich Gedanken oder Reaktionen nachvollziehen, die mir zunächst einmal völlig fremd oder absurd erscheinen.

 


Das setzt natürlich meine Bereitschaft voraus,

  • offen für Meinungen oder Wahrnehmungen zu sein, die nicht mit meinen übereinstimmen.
  • mir bewusst zu machen, dass die Bilder, die ich sehe, immer nur meiner eigenen Realität entsprechen.
  • zu akzeptieren, dass die Grenzen zwischen Wahrheit und Täuschung so manches Mal nicht genau zu definieren sind.

 


Die Welt ist bunt!

Dabei ist es gar nicht unbedingt nötig, die Verhaltensweisen oder Reaktionen aller wirklich verstehen zu müssen. Oft reicht es nämlich schon aus, mit meiner Toleranz die Andersartigkeit akzeptieren zu können. Oder mir klar zu machen, dass ich mit den gleichen Wurzeln, der gleichen Familiengeschichte, den gleichen Einflüssen von Lehrern und Freunden in diesem Moment genau so handeln würde....

 


Und doch fällt es mir oft so schwer,

  • die eingetreten Pfade zu verlassen.
  • alte Vorstellungen, die sich in meinem Kopf eingeprägt haben, wieder loszulassen.
  • mich dadurch auch von lieb gewordener Sicherheit zu verabschieden.
  • meine Ansichten und Empfindungen auf den Prüfstand zu stellen bzw. zu hinterfragen.

 


So wünsche ich Dir und mir die mutige und echte Bereitschaft, sich für ungewohnte Erfahrungen zu öffnen, die Neugierde, sich von Fremdartigem inspirieren zu lassen und die Courage, sich auf unbekannte Wege zu begeben und dabei vielleicht auch mal kleine Risiken einzugehen. 

 

Take care - Pass gut auf Dich auf!

Herzlich Christa Schäffer


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