20. August 2026

Amba Taje

Manche Mantren beten die Mutter an aus der Ferne. Dieses hier redet mit ihr – nah, zärtlich, fast wie ein Gespräch.

Amba Amba Taje Akhilandheswari Nie Annapurneswari Taje Oh Adi Parah Shakti Nie

Amba Mutter – einer der ältesten Namen der Großen Göttin, verwandt mit „Jagadambe” aus unserem Kali-Mantra

Taje Ich verneige mich vor dir · Ehre sei dir (aus dem südindischen Sprachraum, Kannada/Telugu)

Akhilandheswari Herrin des gesamten Universums (akhila = alles, ishwari = Herrin) – ein Name der Parvati/Shakti

Annapurneswari Herrin der Fülle und Nahrung (anna = Nahrung, purna = voll) – die Göttin, die alle nährt und niemanden hungern lässt

Adi Parah Shakti Die ursprüngliche, höchste Kraft (adi = uranfänglich, para = höchste, shakti = Urkraft)

Nie Du – eine direkte, zärtliche Anrede (südindisch, Tamil/Telugu)

Im Kern ist es ein südindisches Preislied an die Muttergöttin in all ihren Aspekten: als Herrin des Kosmos, als Nährende, als uranfängliche Kraft. Es ruft nicht drei verschiedene Göttinnen – es ruft die eine Mutter unter drei ihrer Namen.

Das Besondere ist, wie persönlich es klingt. Das wiederkehrende „Taje” und „Nie” – „ich verneige mich” und „du” – machen aus der Anbetung ein Zwiegespräch. Keine ferne Gottheit, sondern ein Gegenüber, dem man direkt ins Gesicht singt.

Vielleicht magst du beim Singen nicht an ein Bild denken, sondern an das Gefühl, gehalten und genährt zu sein. Genau davon spricht dieses Lied.

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