13. September 2026

Namo Avalokiteshvaraya

Ein Mitgefühlsmantra aus der Plum-Village-Tradition von Thich Nhat Hanh, das den Bodhisattva des Mitgefühls, Avalokiteshvara, anruft. Bei uns wird es dreimal gesungen, mit drei Melodien und je einem anderen Fokus: erst für uns selbst, dann für den Kreis, dann für alle Wesen.

Namo ‘valo-kitesh-vara-ya Namo ‘valo-kitesh-vara-ya Namo ‘valo-kitesh-vara-ya

Namo Eine Verneigung, eine Anrufung – „ich verneige mich vor…”, „Ehre sei…”.

Avalokiteshvara Zusammengesetzt aus „avalokita” (wahrgenommen, hinabgeblickt) und „ishvara” (Herr). Meist übersetzt als „der Herr, der hinblickt” oder freier: „der, der die Rufe der leidenden Welt hört”. Avalokiteshvara ist der Bodhisattva des Mitgefühls – eine Figur, die unzählige Male bereit ist, das eigene Erwachen zurückzustellen, um niemanden zurückzulassen.

Dass man dieses eine, kurze „Namo” gleich dreimal singt – einmal für sich, einmal für den Kreis, einmal für alle Wesen – macht sichtbar, wie Mitgefühl eigentlich funktioniert: Es beginnt nicht bei den anderen, sondern bei einem selbst, weitet sich dann auf die, die gerade um einen herum sind, und erst von dort aus auf die ganze Welt.

Vielleicht magst du beim ersten Durchgang wirklich bei dir bleiben, bevor du den Blick weitest – Mitgefühl für andere trägt am längsten, wenn es zuerst bei dir selbst angekommen ist.

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