20. September 2026
Ein Stück Himmel
Ein Lied von Daniela Sauter de Beltré – eines, das nichts erklärt und nichts verlangt, sondern einfach sagt, wie man leben möchte.
Ein Stück Himmel über’m Land Mit der Sonne durchgebrannt Ein Stück Himmel für die Seele meine Träume an der Hand Jaaa so will ich leben, so will ich leben so will ich sein
Der Himmel hier ist kein Jenseits. Er liegt über dem Land, in Sichtweite, an einem Sommertag, an dem die Sonne durchkommt – ein Stück Himmel, nicht der ganze. Das ist das Schöne an diesem Bild: Es verlangt keine Vollkommenheit. Ein Stück genügt.
„Meine Träume an der Hand” ist die Zeile, die das Lied trägt. Träume, die man an der Hand hält, sind keine Luftschlösser irgendwo am Horizont – sie gehen mit, man führt sie, so wie man ein Kind an der Hand führt. Nah, greifbar, im eigenen Tempo unterwegs.
Und dann der Refrain, der gar nicht mehr beschreibt, sondern nur noch bekennt: so will ich leben, so will ich sein. Kein Konjunktiv, kein „irgendwann vielleicht”. Es ist ein Lied, das sich entscheidet.
Für uns hat dieses Lied einen ganz eigenen Platz: Liebe Freunde haben es zu unserer Hochzeitsfeier gespielt. Seitdem ist es so etwas wie unser Mottolied geworden. „Mit der Sonne durchgebrannt” trifft es dabei genauer, als der Text ahnen konnte – wir kamen beide aus gescheiterten Beziehungen und schweren Verlusten, waren nah dran am Verbrennen. Dass daraus eine Zweisamkeit auf Augenhöhe wurde, mit gemeinsamen Projekten und einem eigenen Stück Himmel, hat aus dem Refrain eine echte Antwort gemacht: Ja. So will ich leben.
Vielleicht magst du beim Singen dein eigenes Stück Himmel vor Augen haben – und spüren, dass es nah genug ist, um die Hand danach auszustrecken.