18. September 2026

Ho'oponopono

Ein hawaiianisches Vergebungslied, das eine jahrhundertealte Praxis in vier einfache Sätze fasst – hier schon auf Deutsch übertragen.

Ho’o pono pono… Es tut mir so leid Ich verzeihe mir (dir) Und DANKE! Ich liebe mich (dich)

Ho’oponopono Zusammengesetzt aus „ho’o” (etwas bewirken) und „pono” (Richtigkeit, Ordnung, Ausgleich) – sinngemäß „etwas wieder ins Rechte bringen”. Ursprünglich eine hawaiianische Familien- und Konfliktlösungspraxis, bei der Streit gemeinsam aufgelöst wird, bevor er sich festsetzt.

Es tut mir leid Der erste Schritt: das Eingeständnis, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist – bei sich selbst oder im Verhältnis zu anderen.

Ich verzeihe mir/dir Nicht Schuld zuweisen, sondern loslassen, was sich sonst festsetzt.

Danke Anerkennung dessen, was da ist – auch das Schwierige gehört dazu.

Ich liebe mich/dich Der Schlusspunkt, der alles davor trägt.

Bekannt wurde die moderne, meditative Form dieser vier Sätze vor allem durch den hawaiianischen Therapeuten Ihaleakalā Hew Len, der Ho’oponopono als inneren Reinigungsprozess lehrte: nicht in erster Linie ein Gespräch mit anderen, sondern eine Arbeit an dem, was in einem selbst nach Ausgleich verlangt.

Vielleicht magst du beim Singen die Klammer wählen, die gerade dran ist – manchmal ist es „dir”, manchmal „mir”, was am meisten Ausgleich braucht.

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