14. September 2026

Om Jesu Christaya

Ein ungewöhnliches, verbindendes Mantra: Es kleidet die Anrufung Jesu Christi in die Form klassischer Sanskrit-Mantras – Ehrerbietung über Traditionsgrenzen hinweg.

Om Jesu Christaya Paramatmane Purusha Avatar Aya Namaha

Om Die Ursilbe, mit der viele Mantras beginnen.

Jesu Christaya Anrufung Jesu Christi, in die Dativform gesetzt, wie es im Sanskrit bei Anrufungen üblich ist – „für/an Jesus Christus”.

Paramatmane Dativ von „Paramatma” – dem „höchsten Selbst” oder der höchsten Seele in der vedantischen Philosophie, dem Göttlichen jenseits aller Formen.

Purusha Das kosmische Bewusstsein, der Urgeist – in vielen indischen Traditionen das Prinzip, aus dem alle Formen hervorgehen.

Avatar Die Herabkunft des Göttlichen in eine irdische Gestalt.

Namaha „Ich verneige mich.”

Das Mantra entstammt einer Strömung, die Jesus als Avatar des Göttlichen versteht – in derselben Sprache und Form, in der auch Krishna, Rama oder Shiva angerufen werden. Es lädt nicht dazu ein, Traditionen zu vermischen, sondern zu erkennen, dass Ehrfurcht sich in vielen Sprachen gleich anfühlen kann.

Vielleicht magst du beim Singen einfach spüren, wie sich diese Verneigung anfühlt – unabhängig davon, mit welcher Tradition du selbst aufgewachsen bist.

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